Wann ist ein Mann ein Mann? Richtige Männer geben Ihnen hier die Antwort.


Ein richtiger Mann nach dem Anderen gibt Ihnen hier die Antworten

Ein richtiger Mann weint nicht? Leider hat dieses veraltete Männlichkeitsbild immer noch Bestand. Zumindest was die allgemeine, gesellschaftliche Haltung Männern gegenüber betrifft. Ein richtiger Mann trinkt Scotch schon zum Frühstück und er erlegt einen Grizzly Bären mit seinen blossen Händen? Aussen und Innen hart und unbeugsam? Ist das ein richtiger Mann?

Wir erwarten, dass ein richtiger Mann stark, mutig und risikobereit ist und andere männliche Dinge macht. Aber wenn Männer auf diese ,von der Gesellschaft diktierten Werte, nicht reagieren oder nicht erwartungskonform sich verhalten, stellen wir ihre Männlichkeit infrage und bezeichnen sie bestenfalls noch als Feiglinge und Weicheier, aber bestimmt nicht mehr als einen richtigen Mann.

Um einmal eine öffentliche Definition von Männlichkeit zu verdeutlichen, hat der Lithauische Photograph Neringa Rekasiute und die Schauspielerin/TV Moderatorin Beata Tiskevic-Hasanova ein Projekt ins Leben gerufen mit dem Titel “Er hat in der Lotterie gewonnen.”

Dominykas, 26: “Ich habe die Wahl, welche Sorte von Mann ich sein will.”
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Das Projekt wurde initiiert als die  lithauische Regierung vor kurzem beschloss, die Wehrpflicht wieder einzuführen, was bedeutet, dass jedes Jahr 3.500 Männer im Alter von 19 – 26 Jahren durch ein Lotterieverfahren eingezogen und zum Militärdienst verpflichtet werden. (Die lithauische Gesamtbevölkerung beträgt übrigens nur 3 millionen Menschen. Daher sind schätzungsweise  200,000 Männer zwischen 19 to 26 Jahre alt.)

Neun Monate lang werden diese jungen Männer gezwungen sein, ihre Familien, Freunde und Arbeitsstellen zu verlassen, um den Dienst an der Waffe zu leisten.

Jaunius, 18: “Eine Waffe in der Hand bedeutet noch lange nicht, dass man ein richtiger Mann ist.”
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Rekasiute und Tiskevic-Hasanova gaben in diesem Zusammenhang an, dass die Einberufung immer ein grosser Schock für die Betroffenen sei, weil sie natürlich andere, eigene Pläne für die Zukunft gemacht haben.

“Einige von Ihnen verschafften sich darüber in den sozialen Netzwerken Luft, aber viele reagierten darauf mit äusserst feindlichen Kommentaren: Sowohl Frauen als auch Männer nannten sie ‘Feiglinge’ , ‘nutzlose Kreaturen’, ‘Unmännlich’, ‘Schande’ u.s.w.”

Um nun die gemeinsame Erfahrung dieser jungen Männer zu erzählen, haben Rekasiute and Tiskevic-Hasanova 14 junge Männer befragt, wie ihre Vorstellungen sind über Männlichkeit und wie Sie in Beziehung steht zur Wehrpflicht. (Und ob überhaupt.) Schauen Sie sich die Antworten einfach einmal an und urteilen Sie selbst.

Vytautas, 27: “Die Armee macht keinen Mann aus Dir – einmal ein Vollidiot, immer ein Vollidiot.”
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Edvinas, 18: “Kann man die Entscheidung eines Mannes unterdrücken und gleichzeitig ein es ‘freies Leben’ nennen?”
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In Lithauen wurde die Wehrpflicht in 2008 abgeschafft aber sie existiert in manchen europäischen Ländern immer noch. In Schweden, Norwegen, Dänemark und Schweiz zum Beispiel. Wie auch immer, der Wehrdienst greift immer direkt nach der Vollendung der Schulausbildung und trifft besonders hart, da das Leben dieser jungen Männer und Frauen sich noch formen muss.

Das grösste Problem für die jungen Männer ist, dass sie neun Monate aus ihrem gewohnten Umfeld herausgerissen werden und ihre gesamte Sozialisation und finanzielle Situation bedroht.

Mindaugas, 25: “Während meiner Schulzeit wurde die Wehrpflicht abgeschafft. Ich war unglaublich froh darüber. Heute habe ich meine eigene Agentur und schaffe Arbeitsplätze und habe Verantwortung für meine Mitarbeiter.”
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Viele Rekruten sind auch verängstigt, da es während der sowjetischen Besatzung (1944-1990) üblich war, junge lithauische Soldaten mit teilweise brutalen und erniedrigenden Ritualen in den Militärdienst von den Vorgesetzten einzuführen. Man nannte das schlichtweg “dedovshchina,”

Die Angst davor ist so gross, dass viele junge Soldaten allein schon aus diesem Grund nicht zur Armee wollen.

Rokas, 17: “Ich glaube, dass jeder zur Arme passt. Aber nicht jeder passt in einen Krieg”
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Danas, 28: “Ich glaube, dass Wehrpflicht schon einen Sinn macht. Aber dazu gezwungen zu werden? Besonders wenn das einfach so beschlossen wird, ohne die Öffentlichkeit zu befragen. Man sollte in diese Auseinandersetzung mehr hineinwachsen.”
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Denisas, 23: “In unserer heutigen Gesellschaft ist einfach kein Platz mehr für Zwänge und Druck. Besonders in diesem Fall sollte man frei entscheiden dürfen.”
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Justas, 18: “Wirkliche Stärke entsteht aus freier Meinungsbildung. Lassen Sie uns strark sein.”
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Vytenis, 18: “Ich gebe es zu, dass es mir manchmal schwerfällt, Dinge durchzuziehen. Die Arme ist gut, wenn Sie  genau das können.”
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