Picasso bezahlte nur mit Scheck. Warum? Seine Unterschrift war unbezahlbar.

von giphy.com

Es ist eines der letzten Interviews der inzwischen verstorbenen Künstlerin Isabelle Collin Dufresne, die unter dem Namen Ultra Violet gearbeitet und ausgestellt hat. Sie galt lange Zeit als Muse von Salvador Dalí, Pablo Picasso und Andy Warhol. Das Interview besteht aus drei Teilen und wurde von der Künstlerin,Kuratorin und Filmemacherin  Christina Katrakis (facebook) in Nizza geführt . Der erste Teil befasst sich mit Salvador Dalí, der zweite mit Pablo Picasso und der dritte Teil mit Andy Warhol.


TEIL II : Mme Dufresne (Ultra Violet)  über ihre Beziehung zu Pablo Picasso.

Pablo Picasso gilt als Superstar des 20. Jahrhunderts. Kaum ein anderer Maler, Bildhauer und Grafiker hat so sehr die Gegenwartskunst beeinflusst wie der spanische Meister des Kubismus. Museen und Kunsthallen weltweit haben mit ihren zahlreichen Ausstellungen die Picassomania unterstützt. So feiert ab 20. Oktober das Musée Picasso in Paris gleich fünf Tage lang seinen 30. Geburtstag – mit einer neuen Werkpräsentation, Lesungen, Konferenzen und Konzerten.


Katrakis: Wie haben Sie Pablo Picasso getroffen, Mme Dufresne?

Mme Dufresne: Ich war an dem Tag sehr unternehmungslustig und hab ihn einfach in seinem Studio besucht. Ich habe einfach an seine Tür geklopft. Aber plötzlich öffnete ein Mann mit zwei glühenden Kohlen als Augen die Tür und ich war wie gelähmt. Ich bekam kein Wort heraus. Er strahlte eine ungeheure Kraft aus.

Katrakis: An was können Sie sich bei ihm erinnern?

Mme Dufresne: Er besass eine unglaubliche, innere Ruhe. Es wirkte, als ob er durch die Wände hindurchschauen konnte. Er experimentierte ständig und war immer dabei sich immer wieder neu zu erfinden. Er war im wahrsten Sinne des Wortes Künstler. Ein klassisches Beispiel eines Künstlers, und das hat mich damals sehr beeindruckt.

Katrakis:  Wie empfanden Sie damals seine Werke?

Mme Dufresne: Sehr expressiv. Er hat – meiner Meinung nach – nie eines seiner Werke richtig beendet. Er fing mit einem Sketch an, liess es nach einer Weile liegen und begann das nächste und so weiter. Verstehen Sie? Er arbeitete nie an einer Grundierung, an  Farben oder an einem Hintergrund. Also das, was normalerweise klassische Maler tun. Zudem war er mit keinem seiner Bilder je zufrieden. Er sagte immer, “Ich brauchte vier Jahre, um so zu malen wie Raphael aber ein ganzes Leben, um malen zu können wie ein Kind.”

Katrakis: War er ein einfacher Mensch?

Mme Dufresne: Überhaupt nicht. Er ging sehr lieblos mit seiner Familie um, mit seinen Frauen und Kindern. Ich bin mit immer noch mit Francoise Gilo befreundet, seine damalige Muse, Freundin und die Mutter seiner beiden Kinder. Sie haben aber nie geheiratet.

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                                                   Francoise Gilo     _________________________________

Er hat sie völlig fallengelassen. Im Alter hatte sie kein Haus, kein Geld, keine Krankenversicherung, nichts. Pablo hatte sie und die Kinder völlig im Stich gelassen. Er wusste, wie man malt aber er hatte keine Ahnung, wie man mit Kindern umgeht. Er konnte einfach nichts mit ihnen anfangen. Er sagte selbst oft: ” Ich weiss nicht, was ich mit den Kindern unternehmen soll, aber was unternehmen sollten wir.” Aber – wie immer – er machte dann gar nichts. Man kann Pablo nicht als einen Familienmenschen bezeichnen. Er sah einfach keine Verpflichtung seiner Familie oder seinen Kindern gegenüber.

Katrakis: Hatte er Freunde?

Mme Dufresne: Ja, sehr viele sogar. Und merkwürdigerweise hat er immer mehr seinen Freunden geholfen als später seiner eigenen Familie. Er hat zum Beispiel Salvadors (Dali)  Trip nach den USA finanziert als er knapp bei Kasse war. (lacht) Das war schon sehr grosszügig, wenn sie bedenken, wie Pablo gereist ist.

Katrakis: Dann war Dali sehr dankbar gegenüber Picasso?

Mme Dufresne: Nein, ganz und gar nicht. Salvador behauptete immer, dass Pablo ihn nur loswerden wollte. Salvador sagte oft – auch im Beisein von Pablo – ,”Hier bin ich (und er hob seine Hand so hoch er konnte) und da ist Picasso” (die Hand war fast an Bodennähe).

Katrakis: Wie ging Picasso mit Geld um?

Mme Dufresne: (lacht herzhaft) Kennen Sie die Geschichte nicht? Nein? Also: Pablo ging mit seinen Freunden immer nur in die besten Restaurants. Wenn dann am Ende die Rechnung kam, übernahm Pablo immer – und ich meine wirklich immer – die gesammte Rechnung und stellte einfach einen Scheck aus. Er zahlte nie in Bar. Wissen Sie auch warum?

Katrakis: Sagen Sie es mir, Mme Dufresne.

Mme Dufresne: Ein Scheck mit der Unterschrift von Pablo Picasso war sehr viel mehr wert, als der Betrag, auf den der Scheck je ausgestellt war. Pablo wusste deshalb auch, dass dieser Scheck nie eingelöst werden würde. Wenn dann aber mal – nach vielen Besuchen –  der Besitzer eines Restaurants aber mal dann doch den Scheck einlösste, ging Pablo mit seiner Entourage nie wieder hin. Er war sehr klever und geschäftstüchtig, mein guter Pablo.


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