Andy Warhol wird bis heute von vielen Künstlern kopiert.

Andy Warhol? Still copied by artists even today! – Sie galt lange Zeit als Muse von Salvador Dalí, Pablo Picasso und Andy Warhol. Es ist eines der letzten Interviews der inzwischen verstorbenen Künstlerin Isabelle Collin Dufresne, die unter dem Namen Ultra Violet gearbeitet und ausgestellt hat. Das Interview besteht aus drei Teilen und wurde von der Künstlerin, Kuratorin und Filmemacherin  Christina Katrakis in Nizza geführt . Der erste Teil befasst sich mit Salvador Dalí, der zweite mit Pablo Picasso und der dritte Teil mit Andy Warhol.


TEIL III: Mme Dufresne (Ultra Violet)  über ihre Beziehung zu Andy Warhol.

Andy Warhol

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Iconic Campbells Soup Artwork


Christina: Wie sind Sie Andy Warhol begegnet?

Isabelle: Das war 1963 und wie immer, trank ich gerade Tee mit Salvador (Dali) als Andy (Warhol) dazu kam.

Christina: An was erinnern Sie sich?

Isabelle: Wir haben uns von Anfang an prächtig verstanden. Zu dem Zeitpunkt war Andy noch ein Niemand. Er sah mich an und sagte, “Du bist so schön, lass uns einen Film drehen”, und ich antwortete, “klar, wann denn? Morgen?”, und dann bin ich gleich am nächsten Tag in sein Studio gekommen (Die Fabrik)

Christina: War es Liebe oder Passion?

Isabelle: Weder noch. Ich wollte ihn einfach nur verführen, es waren ja schliesslich die 60er. Nachdem wir es gemacht hatten und sein Haar ganz durcheinander war, bemerkte ich eine kleine Klammer, die an seiner oberen Stirn befestigt war und seine Perücke fixierte. Es war alles sehr sonderbar. Ich war sehr beeindruckt von ihm…

Christina: Hatte Warhol mehr Beziehungen zu Frauen oder zu Männern?

Isabelle: Obwohl es die 60er waren, war es sehr schwierig sich zur Homosexualität zu bekennen. Andy hatte sich nie offen dazu bekannt. Wenn ich es mir recht überlege, hatte er sich nie offen für irgend etwas bekannt. Er war schon sehr opportunistisch, wenn es darum ging, Berühmtheit zu erreichen. Er repräsentierte das kollektive Bewusstsein unserer Zeit.

Christina:Was meinen Sie damit?

Isabelle: Ich will es einmal versuchen, Ihnen zu erklären. Andy war sehr intelligent. Am Anfang dachte er wirklich, wenn man Portraits von berühmten Leuten wie Elizabeh Taylor, Marilyn Monroe oder Mao macht oder ein Bild von einer Hundert-Dollar Note anfertigt, dass dann etwas von dieser Berühmtheit auch auf einen selber zurückfällt. Und das war ja sein Traum. Unter allen Umständen berühmt zu werden. Die Leute sollten ihn mit seinen Werken als ein Symbol der Moderne sofort wiedererkennen können. Seine Werke sollten zu Ikonen werden, die sich im Kopf des Betrachters als Bild verankern und somit zu einem Bestandteil eines allgemeinen Bewusstseins werden.

Christina: Hat er jemals über seiner Kindheit gesprochen?

Isabelle: Andy hat sehr wenig von sich erzählt. Er wollte gesellschaftlich akzeptiert werden und suchte die Anerkennung, die seine Familie nie bekam.

Christina: Hatte er jemals von der Ukraine gesprochen, wo er ja herkam?

Isabelle: Seine Wurzeln bezeichnete er als Ruthenian (…) und er erzählte manchmal von einem kleinen Dorf an der Grenze zwischen Slovakien und der Ukraine. Nach Andies Tod bin ich dort hingefahren, um eine Warhol Ausstellung zu organisieren. Ein ziemlich trostloser Fleck Erde. Aber Andy liess keinen Zweifel daran, dass er 100%iger Amerikaner war und ich denke, er litt unter dem Einwanderer Syndrom. Das typische Verhalten der Folgegeneration von Einwanderern, die verzweifelt versuchen, sich von dem Geburtsland ihrer Eltern zu distanzieren, um in Amerika nicht als Ausländer zu gelten.

Сhristina: Amerika ist und war, besonders in der Nachkriegszeit, ein Einwanderungsland. Ist dieses Verhalten nicht ein Widerspruch in sich?

Isabelle: Oh, Andy war ein lebendiger Widerspruch. Er liebte Pornofilme, war aber gleichzeitig tief religiös. Er bestand auf Originalität in seinen Werken, klaute aber Ideen rechts und links und kopierte von Dali’s als eine art der Inspiration.

Christina:Nahm er Drogen?

Isabelle: Er war viel zu intelligent, um Drogen zu nehmen. Er sah die Gefahren, die Drogenabhängigkeiten bei anderen und das reichte ihm. Aber er beobachtete andere gerne dabei. Eine Menge Leute beschuldigten ihn damals den Tod des bekannten Modells Edie Sedgwick verschuldet zu haben. Während sie auf Entzug war, schlug er ihr angeblich vor, sie dabei zu filmen, wie sie Drogen nimmt, um dabei Überzudosieren. Als eine art Reality Show.

Die einzigen Pillen, die ich ihn habe nehmen sehen waren Entwässerungstabletten. um Gewicht zu verlieren. Andy war sehr eitel und immer sehr besorgt um sein Aussehen.

Christina: Besorgt um sein Aussehen? Wirklich?

Isabelle: Oh, ja. Andy hatte grosse Minderwertigkeitskomplexe. Die Skala der Komplexe rauf und runter. Big time.

Christina: Erzählen Sie uns ein wenig über Julia Worhola (geb. Zavadska) Sie hatte grossen Einfluss auf Warhol. Hatte sie ihn auch kontrolliert?

Isabelle: Seine Mutter? Sie lebten immer zusammen, auch später noch als er längst berühmt war. Aber ich würde hier in diesem Zusammenhang nicht von Kontrolle sprechen. Sie mischte sich ein. Sie war ein wenig exzentrisch, hatte auch künstlerische Ambitionen und lebte sie auch durch ihn aus. Manchmal zeichnete sie auch für ihn oder unterzeichnete Andys Werke mit ihrer eigenen Unterschrift. Sagen wir es so: Sie hatte einen starken Einfluss auf Andy.

Christina: Erzählen Sie mir bitte ein wenig von der Fabrik, die ja als die Wiege der Pop Art bezeichnet wird. An was erinnern Sie sich?

Isabelle: Die FACTORY Zeit war sehr aufregend und faszinierend. Der schon damals sehr bekannte Fotograf Billy Wain hatte die Wände in der FACTORY mit Silberfolie beklebt. Sobald Sie reinkamen, sahen Sie silbriges Licht und Spiegellungen und selbst die Luft fühlte sich silbrig an. Das reflekterte natürlich das ‘New Age’
Neue Technologien, Astronauten, schnellere Flugzeuge, neue Erfindungen in allen Bereichen, Fortschritt. So entstand auch der Name Silver Factory. Und die FACTORY diente durch diese beklebten Wände als riesiger Spiegel, wie eine klare, unmissverständliche Prophezeiung. Ich war schwer beeindruckt durch diesen Ort und von manchen Menschen, die dort in der FACTORY arbeiteten. Ständig kamen neue Menschen, Künstler oder einfache Besucher oder Polizisten, die einfach neugierig waren. Die wollten einfach mal schauen, wo sich die Film Stars fotografieren liessen. Es war ein bisschen, wie ein Vergnügungspark. Wir hatten eine Menge Parties dort. Wir drehten einen Film pro Tag und abends führten wir die Streifen dann allen vor. Woody Allen war auch regelmässiger Gast. Es war toll.

Christina: Es war sicher auch sehr sexy…

Isabelle: Ja, sehr. Andy war sehr klever. Er integrierte immer viele, sehr schöne Frauen in seine Projekte, was wiederum viele Männer veranlasste sich in diese Projekte mit einzuklinken. Das katapultierte Andy und seine Projekte in den Mittelpunkt. Somit nahm immer die ganze Welt an seinen Projekten mit grossem medialen Interesse daran teil. Schöne Frauen waren immer der Mittelpunkt seiner Werke. Sie waren der Köder sozusagen.

Christina: An welche Menschen, die in die Fabrik kamen, erinnern Sie sich besonders?

Isabelle: Ich erinnere mich besonders an Judy Garland, die sehr oft zu Besuch kam. Sie heulte oft und schien grosse Probleme zu haben, denn Sie trank sehr stark und war tablettenabhängig. Dann kam auch sehr oft Tennessee Williams, Bob Dylan, Woody Allen…

Christina: Von allen Künstlern, die aus der Fabrik kamen, war wer Ihr Favorit?

Isabelle: Ich kann unmöglich einen Favoriten bestimmen, da jeder in seiner art faszinierend war. Aber ich glaube, dass, Andy der Vordenker von allen war. Er dachte globaler, strategischer und war sehr offen mit allen. Er benötigte auch den meisten Platz. Er war das Zentrum der Fabrik und viele Künstler versuchten ihn daher auch zu kopieren.
Es ist einfach unglaublich, wie viele Künstler heute noch sich von ihm inspirieren lassen und auch kopieren. Einmal sagte er zu mir, “..ich werde eines Tages sehr berühmt sein”, und es sollte dann ja auch so sein…

 


Lesen Sie hier weiter, was die Zeitzeugin Ultra Violet über Savador (Dali) und Pablo (Picasso) zu erzählt

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Andy Warhol

Picasso bezahlte nur mit Scheck.Seine- Unterschrift war unbezahlbar.

Andy Warhol

Salvador Dalí sah keinen Unterschied zwischen einem $1-Schein und einem $100-Schein


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