Onassis war ein unglaublicher Flegel. Es ist schon ärmlich, nur dafür bekannt zu sein, reich zu sein.

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Isabelle Collin Dufresne

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Christina Katrakis

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Andy Warhol wird bis zum heutigen Tag von vielen Künstlern kopiert.Und das wird immer so bleiben


Es ist eines der letzten Interviews der inzwischen verstorbenen grossen Künstlerin Isabelle Collin Dufresne, die unter dem Namen Ultra Violet gearbeitet und ausgestellt hat. Sie galt lange Zeit als Muse von Salvador Dalí, Pablo Picasso und Andy Warhol. Das Interview besteht aus mehreren Teilen und wurde von der Künstlerin,Kuratorin und Filmemacherin Christina Katrakis in Nizza geführt . Der erste Teil befasst sich mit Salvador Dalí, der zweite mit Pablo Picasso und der dritte Teil mit Andy Warhol. Des weiteren werden in lockerer Folge interessante und wichtige Persönlichkeiten wie John Lennon und Yoko Ono, Richard Nixon oder Jacky Kennedy durch Ultra Violet beleuchtet, die als wichtige Zeitzeugin interessante Aspekte in der Beurteilung der Menschen liefert, die unsere Welt – ob sie es nun wollten oder nicht – massgeblich beeinflusst haben. Es sind sehr subjektive Wahrnehmungen dieser besonderen Künstlerin, die sehr einfühlsam von Christina Katrakis durch ihre Erinnerungen geführt wird.

TEIL Zeitzeugen: Onassis, Maria Callas und Jacky Kennedy


Onassis, Maria Callas, Jacky Kennedy & ich

 

Christina: Sie kannten Maria Callas. Erzählen Sie uns ein wenig….

Isabelle:  Ah, die Callas… ich habe sie als Sängerin sehr bewundert. Sehen Sie, alle Parameter wurden für sie verändert. Alle Vorgaben der Musik wurden ihrem Stil und ihrer Stimme angepasst. Sie hatte viel Seele in der Stimme ….eigentlich selten die Zustimmung des Publikums, was ihre Technik betraf. Sie hatte tatsächlich Schwierigkeiten mit den hohen Noten. Wie alle Ausnahmesänger auch, hatte sie jedes Lied persönlich genommen, als ob nur die Seele singt, spricht oder weint. Es war erstaunlich und wirklich atemberaubend…. Aber man musste sie auf der Bühne gesehen haben und nicht nur ihre Stimme hören. Man musste wirklich auch ihr Gesicht beobachten, wie es sich im Laufe einer Vorstellung veränderte, wie es mitspielte, transformierte. Man musste ihr persönliches Drama in einer Figur mitverfolgen…

ChristinaAber die Callas empfand die wahre Liebe  nur für Aristoteles Onassis und nicht für die Musik?

Isabelle: Ja, die Callas liebte Onassis von ganzem Herzen. Mehr kann ein Mann nicht von einer Frau geliebt werden. Es war für alle sichtbar. Sie hatte einmal eine abendliche Verabredung mit Ari (Onassis) und – ich kann mich sehr genau daran erinnern, da ich auch eingeladen war – in der Abendvorstellung davor war sie noch besser als gewöhnlich. Sie glühte regelrecht in Erwartung auf dieses Abendessen mit ihm. Aber er kam dann nicht, aus irgendwelchen Gründen. Er war eben ein Mistkerl. Onassis war ja eher bekannt als „Der Milliardär“ und viele Leute machten Witze darüber. Aber insgeheim, glaube ich, hatte er Sehnsucht nach einer anderen Form von öffentlicher Annerkennung seines Namens und Jacky und Maria sollten seine Person  ‚veredeln‘, wenn Sie so wollen. Mehr Klasse oder Talent oder so etwas… alles eben als ’nur Kohle‘. (Pause)

Es ist schon ärmlich, nur dafür bekannt zu sein, reich zu sein. Oder?

Christina: Und wie kam Jacky Kennedy in diese Beziehung ?

Isabelle: Jacky Kennedy traf ich später. Jacky war ja – wie Sie wissen – vorher verheiratet mit John F. .. Im Gegensatz zu Maria Callas, empfand Jacky keine anhaltende Hingabe zu Ari (Onassis). Ich würde es eher als verknallt bezeichnen. Ja, sie war nur verknallt und das konnte keiner verstehen. (Sehr lange Pause)

Christina: Können Sie uns etwas mehr erzählen über Onassis Beziehung zu Jacky? 

Isabelle: Naja, um es einmal rustikal zu sagen: Onassis war nunmal kein Adonis. Und niemand – ich meine wirklich niemand – hat verstanden, dass Jacky ihn wollte. Für ihn wiederum war Jacky wie ein Lottogewinn. Sie war ein Diamant für ihn. Aber er war prollig, brutal und hatte keine Manieren, besonders Frauen gegenüber. Ich fand ihn abstossend, in jeder Form. Sie haben letztlich auch kaum Zeit miteinander verbracht. (Pause) Warum sie mit ihm zusammen war, war mir rätselhaft…sie hatte ja alles… Geld, Aussehen, Annerkennung. Vielleicht suchte sie eine Art Halt bei ihm oder wollte in die Schlagzeilen…wer weiss, wer weiss? Aber Jacky war bald sehr unglücklich in dieser Beziehung. Er betrog sie nach Strich und Faden…Stellen Sie sich das einmal vor… Aber er betrog ja auch die Callas. Nur, ihr brach es das Herz, denn sie – im Gegensatz zu Jacky – liebte diesen brutalen Klos….

Christina: Wo haben Sie denn Onassis kennengelernt? In Nizza?

Isabelle: Nein, nein. In New York. Ich glaube, Jacky hat Onassis nie mit nach Süd-Frankreich genommen. 

Salvador Dalí sah keinen Unterschied zwischen einem $1-Schein und einem $100-Schein

von giphy.com

Picasso bezahlte nur mit Scheck. Warum? Seine Unterschrift war unbezahlbar.

John Lennon

Er hatte wirklich einen sehr merkwürdigen Sinn für Humor.


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