Dalai Lama überraschendes Statement zur Flüchtlingskrise

Dalai Lama sagt: “Deutschland kann kein arabisches Land werden. Deutschland ist Deutschland”.

Er hält eine Begrenzung der Flüchtlingszahlen in Europa für notwendig und moralisch vertretbar, sagt er in einem Interview mit Journalisten der “FAZ” im nordindischen Dharamsala.

Es sind so viele, dass es schwierig sei, Hilfe in die Praxis umzusetzen. Auch aus moralischen Gründen sieht der Dalai Lama, dass die Aufnahme von Flüchtlingen nur vorübergehend sein sollte. Das längerfristige Ziel könne nur sein, dass alle Flüchtlinge wieder zurückkehren, um beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mitzuhelfen.

Dalai Lama: “Deutschland ist Deutschland”

Wenn man in das Gesicht jedes einzelnen Flüchtlings schaue, besonders bei Kindern und Frauen, spüre man das Leid und ein Mensch, dem es etwas besser ginge, habe eben die Verantwortung, diesen Menschen auf der Flucht zu helfen, so der Dalai Lama in dem Interview mit der FAZ. Andererseits seien es mittlerweile zu viele und Deutschland, als Beispiel, könne nie ein arabisches Land werden. Deutschland sei Deutschland.

„Zwar hätten Bessergestellte eine Verantwortung, Flüchtlingen zu helfen. Doch sei deren Zahl etwa in Deutschland inzwischen zu hoch,“ sagte er.

Der Dalai Lama kann sich also durchaus auch als Flüchtling bezeichnen lassen und positioniert sich – auch wenn es vielen nicht gefallen sollte – eindeutig zum Thema Flüchtlingskrise. „…da die indische Regierung Tibetern nur ein Registrierungszertifikat ausstellt, das Inhabern erlaubt, in Indien zu leben, ist Reisen etwas kompliziert bis unmöglich. Denn dazu brauchen Tibeter ein Identitätszertifikat, dass erst umständlich beantragt werden muss.“ sagte er in einem Interview mit der FAZ auf die Frage, ob er nicht auch Flüchtling sei: Es gilt als ein Reisedokument, das besagt, dass man ein tibetischer Flüchtling sei, der in Indien lebt. Aber zum Reisen ist es nicht ganz so einfach, da manche Länder dieses Zertifikat nicht akzeptieren und kein Visum ausgestellt wird.

Dalai Lama über den islamistischen Terror

Es seien ja nur muslimische Individuen und kleine Gruppen, die sich in ihren eigenen Ländern gegenseitig umbrächten. Schiiten, Sunniten. Diese Gruppen repräsentierten nicht den gesamten Islam und – überhaupt – nicht alle seien Muslime. Die Liebe sei bei jeder Religion eine Kernbotschaft und auch im Islam. Bösartige Leute gäbe es auch bei den Buddhisten, den Christen, den Juden und den Hindus und nur aufgrund von einigen traurigen Ereignissen, die von einer kleinen Zahl Muslime ausgingen, solle man keineswegs die gesamte muslimische Welt verurteilen.

(Hier können Sie das original Interview lesen, oder lesen Sie in seinem letzten Buch:

Dalai Lama: Ethik ist wichtiger als Religion

In seinem Appell an die Welt entwirft der Dalai Lama eine neue säkulare Ethik als Basis für ein friedliches Jahrhundert. Nicht Religionen werden die Antwort geben, sondern die Verwurzlung des Menschen in einer Unterschiede überwindenden Ethik. Ein herausfordernder wie mutmachender Text eines bescheidenden wie bedeutenden Mannes unserer Zeit.


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